O´zapft is – dieses Jahr leider nicht, oder doch?!

Wie wir alle wissen, fällt die Wiesn dieses Jahr leider aus. Zum Glück hat München für eine Alternative gesorgt! Vom 19.09 – 04.10 könnt ihr in 54 Münchner Gaststätten traditionelle Wiesnstimmung erleben.

Aber woher kommt eigentlich diese Tradition? Wir sind dieser Frage und vielen weiteren Fakten auf den Grund gegangen und haben alles für euch zusammengefasst.

Schon im Jahr 1810 fand das erste Oktoberfest statt! Kaum zu glauben, dass es schon so lange her ist. Natürlich war es nicht wie heute mit Bierzelt und Fahrgeschäften, sondern es wurde eröffnet mit einem Pferderennen. Anlass war die Hochzeit von König Ludwig I. und Prinzessin Therese auf der heutigen Theresienwiese. Ein Jahr später war klar: Bitte mehr davon! Und so übernahm der Landwirtschaftliche Verein Bayern die Festivität und von Jahr zu Jahr wurde das Oktoberfest bekannter, größer und immer beliebter.

Unter normalen Umständen kommen heutzutage bis zu 6,5 Millionen Menschen jährlich aus aller Welt zu dem mindestens 16 Tage andauernden Volksfest. Eine Wahnsinnszahl – und jetzt überlegt euch mal wie viel Bier da so getrunken wird… 7,5 Millionen Maß! Aber woher kommt das ganze Bier und was ist der Unterschied zwischen Wiesnmaß und „normaler“ Maß? Eine Sache ist klar: Wiesnbier gibt’s nur von Münchner Brauereien. Genaugenommen sechs Brauereien dürfen die Wiesnkrüge füllen: Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten. Der maßgebliche Unterschied zwischen normalem und Oktoberfestbier ist die Stammwürze. Helle Biersorten erhalten gewöhnlich 13 Prozent, wohingegen Wiesnbier mindestens ein halbes Prozent mehr enthält. Das Ganze macht sich auch beim Alkoholgehalt bemerkbar. Das „schwächste“ Bier mit 5,8% gibt’s im Hacker Festzelt, aber durchschnittlich besitzt das Wiesnbier 6%. Das stärkste Bier mit stolzen 6,3%, gibt es im – vor allem bei Touristen beliebten – Hofbräuzelt.
Nicht nur die Prozente sind hoch, sondern auch die Preise! Eine Maß liegt bei 11,80€. Bei 7,5 Millionen Liter getrunkenem Bier pro Jahr kommt da natürlich eine Riesensumme zusammen. Und all diese Einnahmen verliert die Stadt im Jahr 2020. Das Oktoberfest ist im Laufe der Zeit zu einem enormen Wirtschaftsfaktor für die Stadt München geworden. Man rechnet dieses Jahr durch den Ausfall mit Einbußen von rund 1,23 Milliarden Euro – einer unfassbar großen Summe.

Trotz alledem, Gesundheit geht vor! Wir hoffen natürlich, dass die WirtshausWiesn einen Bruchteil der Einnahmen erbringt und trotzdem alle sicher eine – wenn auch auf andere Art – friedliche und gelungene Wiesn und dafür einen Hauch mehr Tradition erleben können.

Das hubside Team wünscht euch eine schöne Zeit in München, Prost!